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Rigoletto

  • Opernhaus Zürich 1 Falkenstrasse Zürich, ZH, 8008 Schweiz (Karte)

Rigoletto ist eine Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi mit einem italienischen Libretto von Francesco Maria Piave, das auf dem Drama Le Roi s’amuse von Victor Hugo basiert. Die Uraufführung fand am 11. März 1851 im Teatro La Fenice in Venedig statt.

Figuren und ihre Stimmlagen:

  • Rigoletto: Bariton – Der bucklige Hofnarr des Herzogs, ein zynischer und verbitterter Mann, der seine Tochter über alles liebt.

  • Gilda: Sopran – Rigolettos naive und unschuldige Tochter, die sich in den Herzog verliebt.

  • Der Herzog von Mantua: Tenor – Ein skrupelloser Verführer, der Gilda als eines seiner vielen Liebesabenteuer betrachtet.

  • Sparafucile: Bass – Ein Auftragsmörder, der von Rigoletto angeheuert wird.

  • Maddalena: Mezzosopran – Sparafuciles Schwester, die den Herzog verführt.

  • Monterone: Bariton – Ein verfluchter Adliger, dessen Tochter vom Herzog entehrt wurde.

  • Marullo, Borsa & Ceprano: Tenor, Tenor & Bass – Höflinge des Herzogs, die sich über Rigoletto lustig machen.

Handlung (Zusammenfassung):

Erster Akt:

Die Oper beginnt am Hof des Herzogs von Mantua, der sich seiner zahlreichen Affären rühmt. Er hat sein Auge auf eine geheimnisvolle junge Frau geworfen, ohne zu wissen, dass es sich um Gilda, die Tochter seines Hofnarren Rigoletto, handelt. Während eines Festes verspottet Rigoletto die Höflinge und den alten Grafen Monterone, dessen Tochter vom Herzog entehrt wurde. Monterone verflucht daraufhin Rigoletto. Dieser Fluch erschüttert den Narren tief.

Auf dem Heimweg begegnet Rigoletto dem Auftragsmörder Sparafucile, der ihm seine Dienste anbietet. Rigoletto lehnt ab, denkt aber über die dunkle Welt nach, in der er lebt. Zu Hause hält er seine Tochter Gilda verborgen, um sie vor dem verderbten Hofleben zu schützen. Doch sie hat sich bereits in den unbekannten Mann verliebt, der sich als armer Student Gualtier Maldè ausgibt – in Wahrheit ist es der Herzog. Während Rigoletto abgelenkt ist, entführen die Höflinge Gilda, die sie für Rigolettos Geliebte halten, und bringen sie zum Herzog.

Zweiter Akt:

Im Palast des Herzogs sucht dieser nach Gilda und erfährt, dass sie entführt wurde. Er begibt sich zu ihr und verspricht ihr seine Liebe. Als Rigoletto kommt und seine Tochter sucht, wird er von den Höflingen verspottet. Als er erkennt, dass Gilda im Schlafgemach des Herzogs ist, fleht er die Höflinge verzweifelt an, sie ihm zurückzugeben. Gilda erscheint schließlich und gesteht Rigoletto unter Tränen ihre Liebe zum Herzog. Trotz ihres Schmerzes bittet sie ihren Vater, dem Herzog zu vergeben. Rigoletto schwört jedoch Rache.

Dritter Akt:

Rigoletto bringt Gilda zu Sparafuciles Gasthaus, wo sie sehen, wie der Herzog Maddalena umgarnt. Rigoletto befiehlt Gilda, in Männerkleidung die Stadt zu verlassen. Er bezahlt Sparafucile, um den Herzog zu töten. Doch Maddalena überredet ihren Bruder, stattdessen einen anderen zu töten, wenn sich ein Opfer finden lässt. Als Gilda dies belauscht, beschließt sie, sich zu opfern. In der Dunkelheit tötet Sparafucile sie, ohne zu wissen, wer sie ist.

Rigoletto kehrt zurück, um den Leichensack mit der vermeintlichen Leiche des Herzogs zu holen. Als er triumphierend den Sack öffnet, findet er seine sterbende Tochter. Sie vergibt ihm und dem Herzog, bevor sie in seinen Armen stirbt. Rigoletto erkennt, dass sich Monterones Fluch erfüllt hat.

Historische Einordnung:

"Rigoletto" gehört zu Verdis populärsten Opern und markierte einen Wendepunkt in seinem Schaffen. Die Oper besticht durch ihre tiefgehenden Charakterzeichnungen und packende Dramatik. Rigoletto ist eine der komplexesten Figuren der Opernliteratur – gleichzeitig grausam und verletzlich, ein Vater voller Liebe und ein Narr voller Bitterkeit.

Musikalisch enthält die Oper einige der bekanntesten Arien der Operngeschichte, darunter die weltberühmte "La donna è mobile", in der der Herzog sein Frauenbild als leichtfertig und wechselhaft besingt. Auch das Quartett "Bella figlia dell’amore", in dem vier Charaktere gleichzeitig ihre unterschiedlichen Gefühle ausdrücken, ist ein Meisterwerk der Operndramaturgie.

Verdi schuf mit Rigoletto eine Oper, die zwischen menschlicher Tragik und mitreißender Musik eine der emotionalsten Geschichten der Opernliteratur erzählt.

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