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Mozart - Da Ponte Zyklus - Gipfelwerke der Oper: Don Giovanni

  • VHS Zürich 22 Bärengasse Zürich, ZH, 8001 Schweiz (Karte)

Don Giovanni ist eine Oper in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart mit einem italienischen Libretto von Lorenzo Da Ponte, das auf der Don-Juan-Legende basiert. Die Uraufführung fand am 29. Oktober 1787 im Ständetheater in Prag statt.

Figuren und ihre Stimmlagen:

  • Don Giovanni: Bariton – Ein skrupelloser Frauenverführer, der keine Grenzen kennt.

  • Leporello: Bass – Don Giovannis Diener, der sein Treiben mit sarkastischem Humor kommentiert.

  • Donna Anna: Sopran – Eine Adelige, die den Mord an ihrem Vater rächen will.

  • Don Ottavio: Tenor – Ihr Verlobter, der ihr Gerechtigkeit verspricht.

  • Donna Elvira: Sopran – Eine Frau, die von Don Giovanni verführt und verlassen wurde, aber ihn immer noch liebt.

  • Der Komtur: Bass – Donna Annas Vater, der von Don Giovanni getötet wird und später als Geist zurückkehrt.

  • Zerlina: Sopran – Eine junge Bäuerin, die Don Giovanni auf ihrer Hochzeit verführen will.

  • Masetto: Bariton – Zerlinas eifersüchtiger Verlobter.

Handlung (Zusammenfassung):

Erster Akt:

Die Oper beginnt mit Don Giovannis Versuch, Donna Anna zu verführen. Als ihr Vater, der Komtur, dazwischengeht, tötet Don Giovanni ihn im Duell und flieht. Donna Anna schwört mit ihrem Verlobten Don Ottavio, den Mörder zu finden.

Kurz darauf trifft Don Giovanni auf Donna Elvira, eine seiner früheren Liebhaberinnen, die ihn wütend zur Rede stellt. Er entkommt ihr und schickt seinen Diener Leporello vor, der ihr aufzählt, wie viele Frauen Don Giovanni schon verführt hat – in der berühmten „Registerarie“ („Madamina, il catalogo è questo“).

Während einer Bauernhochzeit versucht Don Giovanni, die junge Braut Zerlina zu verführen, doch Donna Elvirawarnt sie. Später wird Don Giovanni bei einem Maskenball von Donna Anna, Donna Elvira und Don Ottavio entlarvt, kann aber erneut fliehen.

Zweiter Akt:

Don Giovanni tauscht mit Leporello die Kleider, um eine weitere Verführung durchzuführen. Dabei wird Leporello fast getötet, doch er kann sich rechtzeitig zu erkennen geben.

In einem Friedhof begegnet Don Giovanni einer Statue des ermordeten Komturs. Als er die Statue spöttisch zum Abendessen einlädt, nickt sie zu. Später erscheint der steinerne Komtur tatsächlich in Don Giovannis Palast und fordert ihn zur Reue auf. Doch Don Giovanni weigert sich und wird daraufhin von dämonischen Kräften in die Hölle gerissen.

Am Ende kommen die überlebenden Figuren zusammen und reflektieren über Don Giovannis Schicksal, während Leporello beschließt, sich einen neuen Herrn zu suchen.

Historische Einordnung:

"Don Giovanni" gilt als eine der bedeutendsten Opern aller Zeiten, eine Mischung aus Komödie, Drama und düsterer Tragik. Mozart nannte sie eine „dramma giocoso“ – ein „heiteres Drama“ –, weil sie humorvolle und tief ernste Momente meisterhaft verbindet.

Musikalisch enthält die Oper einige der bekanntesten Stücke der Opernliteratur, darunter:

  • „Là ci darem la mano“ – Don Giovannis Verführungslied für Zerlina.

  • „Madamina, il catalogo è questo“ – Leporellos humorvolle „Katalogarie“.

  • „Il mio tesoro intanto“ – Don Ottavios ausdrucksstarke Arie.

  • „Don Giovanni, a cenar teco“ – Die gespenstische Szene mit der Statue des Komturs.

Die Oper stellt Don Giovanni nicht nur als Verführer, sondern als einen grenzenlosen, rücksichtslosen Egoisten dar, der selbst in seinem Untergang keine Reue zeigt. Bis heute fasziniert dieses Werk durch seine psychologische Tiefe, seine brillante Musik und die packende Inszenierung der Titelfigur als Symbol von Hedonismus und Bestrafung.

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